Kirchenabriß in Greven – St. Josef und St. Mariä Himmelfahrt werden beseitigt

Die Bilder zeigen bereits Geschichte. In wenigen Tagen werden die Kirchen St. Josef und St. Mariä Himmelfahrt ersatzlos abgerissen. Für St. Josef wird eine Mehrzweckhalle gebaut in der auch mal ein Gottesdienst gefeiert werden soll.

Die Kirchen wurden 1951 – 1953 mit Spenden und persönlicher Arbeitsleistung erbaut. Zahlreiche Katholiken, einige, die mitgebaut haben sind verzweifelt und verbittert.

„Es ist schwer zu verstehen, zwei Grevener Kirchen sollen nicht einmal eine Generation überstehen“, so ein Grevener in einer Leserzuschrift an die regionale Zeitung.

Sie sind verzweifelt angesichts der Arroganz der Macht, deren Vertreter seit jahrzehnten Kirchen zerstören und das Wesentliche des katholischen Glaubens ablehnen. Zuerst wird das Allerheiligste beiseite geschoben, die Liturie immer mehr entstellt, dann wird der Kirchraum zur Konzerthalle usw. am Schluß, wenn der letzte Gläubige weggemobbt wurde, bleibt nur noch der Abriß.

„ein Haufen Steine“, Kaplan Ralf Meyer in einer Predigt in den Weihnachts- und Neujahrstagen 2017.

„Wir haben hier nicht die Bude voll“, so Pfarrer Lunemann, nach dem die Besucherzahlen von St. Maria Himmelfahrt noch weiter zurück ging. Zuvor wurden Bänke und Teile der sakralen Kunst ersatzlos entfernt.

„Es geht uns nicht nur um den Gottesdienst“ (Der Gottesdienst soll nicht mehr im Mittelpunkt stehen), Norbert Köster, Generalvikar des Bistum Münster gegenüber n-tv (18. August 2018)

„Ansonsten ist uns das mittlerweile egal, wir lassen uns nicht verrückt machen.“, so der Verwaltungsreferent Michael Hüttermann, gegenüber der Grevener Zeitung (16. August 2018), auf die Frage wie mit dem Dauerprotest umgegangen wird.

Die Gebäude sind doch bereits seit Jahrzehnten keine Kirchen mehr

Unsere Vorfahren haben diese Häuser zur Verehrung Gottes gebaut. Sind die Gebäude in diesem Sinn noch Kirchen? Eher nicht!

„Tatsache ist doch aber auch, daß „nur“ noch die äußeren Hüllen (Gebäude) verschwinden“, schrieb ich in einem Leserbrief an die Grevener Zeitung im Oktober 2016 als die Abrisse bekannt gemacht wurden.

Und weiter

„Kirche findet bereits seit Jahrzehnten kaum noch statt. Wir leben in der größten Glaubens- und Kirchenkrise der Kirchengeschichte. Die Messe ist zum Event verkommen in dem sich der Mensch in den Mittelpunkt stellt. Das Profane in den Gottesdiensträumen, in den liturgischen Gewändern und in der Liturgie ist unwürdig und abstoßend und fördert, wie wir nach 50 Jahren immer mehr feststellen müssen nicht den christlichen Glauben. Daß der Tabernakel mit dem Allerheiligsten nicht mehr, wie Jahrhunderte zuvor, im Zentrum der Kirche, sondern im Abseits steht, ist eins der deutlichsten sichtbaren Zeichen der Gottesverdrängung. Wenn wir Menschen wieder Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens rücken, wenn wir unsere Kirchengebäude wieder ausschließlich für das nutzen, für das sie einst gebaut wurden – für Anbetung, Opfer und würdigen Sakramentsempfang – dann muß man sie auch nicht abreißen. Holen wir die Besen und den anderen Unrat aus den Beichtstühlen und setzen wir wieder unsere Priester zum Beichthören hinein, stellen wir den Tabernakel wieder in den Mittelpunkt unserer schönen Kirchen, lassen wir die Priester wieder in den Kirchen die „Messe aller Zeiten“ (irreführend auch „tridentinische Messe“ genannt) lesen, so wird unser eifersüchtiger Gott (1. Gebot) uns erhören und uns gute Bischöfe und Priester senden. Die Zeit der Kirchabrisse, die Zeit des Priestermangels und die Glaubens- und Kirchenkrise wären vorbei. Jeden Tag ein Gebet zum Heiligen Joseph, dem Schutzpatron der heiligen Kirche, in diesem Anliegen ist etwas was jeder Christ tun kann.“

Kirche St. Josef

Erbaut 1952 bis 1953, ca. 400 Sitzplätze. Saalbau mit Querhaus, gegiebelter Decke unter Satteldach. Eingezogener Ostchor mit geradem Schluß. Die Altarinsel wurde mit der Liturgiereform – Zelebrant wendet sich dem Volk, statt Gotte im Tabernakel, zu – vorgezogen.

 

Westseite
Josef-Portal
Turm
Seiteneingang
Eingang Sakristei
Querhaus
Gedenkstein vor dem Querhaus

Tabernakel links im Abseits
Eingang Sakristei, Taufbecken

St. Mariä Himmelfahrt

Erbaut 1951 bis 1952. Saalbau mit Flachdecke unter einem Satteldach. Juni 2013 Entfernung der Kirchenbänke. Endgültig entweiht wenige Monate später als die Kirche zur „Jugendkirche Mary’s“ mit Schwerpunkt Licht- und Lärmveranstaltungen für Jugendliche mißbraucht wurde. Das Konzept, mehr Jugendliche und junge Erwachsene in die Kirche (in was für eine Kirche überhaupt?) zu holen ging nicht auf, somit schließt die einzige Jugen“kirche“ im Kreis Steinfurt ganz wieder ganz fix und der Kirchbau wird verschwinden.

 

St. Mariä Himmelfahrt, Grabenstraße 22, 48268 Greven

 

Hauptportal

 

Die Marienstatur wird eingelagert oder als Dauerleihgabe anderorts aufgestellt.

 

Teil des Kreuzwegs.

 

Blick vom Hauptportal aus

 

Ehemailige Taufkapelle. Sieht jetzt aus wie ein Raum für Gruppentherapie einer Kinder- & Jugendpsychiatrie

 

Viele leere Stühle

 

aber immerhin schön bunt

 

Ehemalige Beichtstühle

 

genutzt zum Unterstellen der Licht- und Lärmtechnik.

 

Ehemaliger Kerzenaltar. Muttergottesbild entweder entfernt, oder schlimmer, überklebt.

 

Altarraum

 

Muttergottesstatur

 

Siehe auch:

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